Kurz gesagt
- Die Aktionswoche läuft vom 9. bis 15. November unter dem Motto „Sich und andere schützen“.
- Das Bundesgesundheitsministerium hat sie zum ersten Mal angestoßen, Schirmherrin ist die Parlamentarische Staatssekretärin Christiane Schenderlein.
- Nach Angaben der ABDA ließen sich in der vergangenen Saison fast 220.000 Menschen in Apotheken gegen Grippe impfen.
Vom 9. bis 15. November findet in Deutschland eine Impf-Aktionswoche statt. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat sie erstmals angestoßen, das Motto lautet „Sich und andere schützen“. Die Schirmherrschaft übernimmt Christiane Schenderlein, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG.
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) will in dieser Woche zeigen, was Apotheken beim Impfen leisten. Präsident Thomas Preis verweist auf die Zahlen der letzten Grippesaison: Fast 220.000 Menschen haben sich laut ABDA in einer Apotheke impfen lassen, rund 1.700 Apotheken boten die Impfung in der Saison 2025/2026 an. Preis spricht von einer steigenden Tendenz.
Seit Anfang Oktober läuft außerdem die ABDA-Kampagne „Bei euch piekt’s wohl“, die jetzt auch über Online-Werbung und soziale Medien verbreitet wird. Einzelne Apotheken beteiligen sich mit einer „Langen Nacht des Impfens“. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der ABDA habe ergeben, dass sich viele Menschen vorstellen können, das Impfangebot der Apotheken zu nutzen. Einen Prozentwert nennt der Bericht dazu nicht.
Worum es in der Aktionswoche geht
Die Woche soll die Bevölkerung über Impfungen informieren und die Impfquoten erhöhen. Angestoßen hat sie das Bundesgesundheitsministerium, die Schirmherrin Christiane Schenderlein hat zuletzt in einem Video selbst für das Impfen in Apotheken geworben.
Die ABDA nennt die Woche eine gute Gelegenheit, mehr Menschen vom gesundheitlichen Nutzen des Impfens zu überzeugen und auf das niedrigschwellige Angebot der Apotheken aufmerksam zu machen. Präsident Thomas Preis sagt, Apotheken seien längst ein wichtiger Ort für Impfungen.
Der rechtliche Rahmen für Impfungen in Apotheken
Mit dem Apothekenreformgesetz (ApoVWG), das der Bundestag am 22. Mai 2026 beschlossen hat, dürfen Apotheken mit allen Totimpfstoffen impfen, laut Bundesgesundheitsministerium zum Beispiel gegen Tetanus oder FSME. Nach einer ärztlichen Schulung dürfen auch PTA, Pharmazieingenieure und Pharmazeuten im Praktikum impfen.
Zum Inkrafttreten Anfang Juli wies die ABDA darauf hin, dass für Impfungen mit inaktivierten Impfstoffen und für Blutentnahmen die Bundesapothekerkammer noch Mustercurricula erarbeiten muss. Die Reform ist damit teilweise noch im Aufbau.
Die Zahlen auf einen Blick
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Grippeimpfungen in Apotheken in der letzten Saison | fast 220.000 |
| Apotheken mit Grippeimpfangebot (Saison 2025/2026) | rund 1.700 |
| Aktionswoche | 9. bis 15. November 2026 |
| Motto | „Sich und andere schützen“ |
| Apotheken-Kampagne seit Anfang Oktober | „Bei euch piekt’s wohl“ |
Quellen
Wir haben die Meldung in eigenen Worten zusammengefasst. Die Originalberichte finden Sie hier:
Dieser Beitrag fasst Branchenmeldungen zusammen. Er enthält keine medizinischen Empfehlungen. Gesundheitliche Fragen klären Sie bitte in einer Apotheke oder Arztpraxis.



